„Energieeffizient und klimaschonend handeln“, so lautet die Devise des zweitgrößten europäischen Webhosters, der STRATO AG. Nachdem das Unternehmen den Energieverbrauch pro Kunde in nur 18 Monaten um 30 Prozent gesenkt hat, setzt es sich im Green Grid für die Steigerung der Energieeffizienz in Rechenzentren ein.
Seit 2008 bezieht STRATO den gesamten Strom von der baden-württembergischen NaturEnergie AG. TÜV-zertifiziert erzeugt diese Strom ausschließlich aus 100 Prozent CO2-freier und umweltfreundlicher Laufwasserkraft. Weitergehend setzt STRATO sich dafür ein, dass die Produktionskapazitäten für Regenerativstrom ausgebaut werden und dessen Anteil am Strommix erhöht wird. Auf dem hart umkämpften Webhostingmarkt ist derart klimafreundliches Vorgehen wegweisend.
Weil Verbrauch und Preis drastisch gestiegen sind und weiter steigen, stellt Strom mittlerweile den größten Kostenfaktor in der IT-Branche dar. Viele Webhosting-Anbieter entscheiden sich deshalb für billige Energie, erzeugt in umstrittenen Atomkraftwerken oder aus der CO2-freisetzenden Verbrennung fossiler Stoffe. Doch kurzfristige Kostenersparnis löst nicht das Problem: Um langfristig wettbewerbsfähig zu sein, müssen IT-Dienstleister ihre Energieeffizienz steigern. STRATO tut dies insbesondere in drei Bereichen.
Bei der Hardware setzt STRATO auf die neueste energiesparende Technik namhafter Anbieter wie Sun und AMD. So zeichnet sich die Shared Webhosting Plattform der STRATO AG in Karlsruhe dank der Sun Microsystems T2000-Server mit UltraSPARC T1 „Niagara" Prozessoren durch eine extrem niedrige Stromaufnahme aus. Im Vergleich zu den bisherigen Systemen sparen sie rund 90 Prozent Energie auf CPU-Basis. Bei der Gebäudetechnik sorgen warme und kalte Gänge für die höchste Energieeinsparung: So werden nur einzelne Server und Gänge gekühlt, nicht aber das gesamte Rechenzentrum.
Weniger offensichtlich, aber sehr wichtig sind die Energiesparpotentiale, die sich aus leistungsoptimierter und passgenauer Software ergeben. Das Betriebssystem Solaris 10 ist genau auf die Anforderungen der Shared Webhosting Plattform der STRATO AG ausgerichtet und spart im Vergleich zum Vorgängersystem rund 30 Prozent Energie. Ziel aller Software-Neuentwicklungen im Hause STRATO ist deren größtmögliche Effizienz. Je weniger Rechenschritte vonnöten sind, um ein Ergebnis zu erzielen, desto geringer fällt der Stromverbrauch aus. So kommt der selbstentwickelte Spamfilter mit einem Zehntel der Ressourcen aus, die marktübliche Systeme benötigen.